
Jeder Reise
Entspringt ganz leise
das große, edle Weise.
Wer die schöne Fahrt, ganz lahm,
Sich zum obersten Ziele nahm,
Dessen Wissens Reichtum gewinne
Neuer Eindrücke Sinne.
Wenn Raum und Zeit sich fließend vereinen,
Und der Mensch seine Umgebung ergründet,
Wo der Strom ins Weite mündet,
Wo die Spitz‘ ins Hohe ragt,
Wo die Ferne zur Nähe sich nagt,
Und etwas mehr Orientierung besagt,
Da interagieren die Seel‘ und der Verstand
Und bilden ein Bündnis miteinand‘;
Erheben höchste Andacht und Devotion
Vor der schöpferischen Kreation.
Wer um der anderen engen Grenzen weiß,
In Krieg und Not, selbst hungernd trotz Fleiß,
Der erst dann versteht sein wahres Privileg,
Auch wenn’s schon lang‘ ist auf dem Kolleg.
Klug sei der Mensch,
Und nutze den Mut
Nicht als bloßen Hut
Ob der inner’n Glut
Mit garendem Blut
Und zu viel der Wut!
So nutze die Freiheit
Nach Richt‘ und Maß;
Bereise die Welt,
Ob nah oder fern,
Beides, so dünkt mir, zeigte sich gern,
Wenn wir doch bloß nur Menschen wär’n!
(Yusuf Skran)